(Früh)Sommertour 2017

Am 15.06. ging es bei strahlendem Sonnenschein am frühen Morgen los. Das war zumindest der Plan, doch wie so häufig verspätete sich unsere Abfahrt. Als wir uns dann kurz nach 9 Uhr auf die Räder schwangen und durch den Wiener Prater fuhren, ließ die Temperatur bereits erahnen, was auf uns zukommen würde. Südlich am Flughafen Schwechat vorbei arbeiteten wir uns durch die Felder bis zur Leitha, wo wir die sanfte Brise am Fluss für eine Pause von der Mittagshitze nutzten. Gestärkt konnten wir dann die Bergwertung des Tages angehen und fuhren über das Leithagebirge über die Grenze von Niederösterreich ins Burgenland. Eine entspannte Abfahrt führte uns direkt zum Neusiedler See, wo wir eine zweite Pause im Schilfgürtel machten. Weiter ging es entlang des Sees gen Süden. Trotz fortgeschrittener Tageszeit wollte die Temperatur nicht sinken und so kam eine kleine Abkühlung in Form einer Eis-Pause sehr gelegen. Endlich erreichten wir Mörbisch, wo das Bio-Weingut KARO uns eine Übernachtung organisiert hatte. Nachdem die Zelte aufgebaut waren, konnten wir es kaum erwarten, endlich in den See zu springen und uns von den Strapazen des Tages zu erholen. Im Sonnenuntergang schwammen wir ein paar Runden im Mörbischer Seebad, bevor wir den Tag bei Käseplatte und Wein im Heurigen ausklingen ließen.

Nachdem es am frühen Morgen ein wenig geregnet hatte, schien schon wieder die Sonne, als wir aus unseren Zelten krochen. Nach einem gemütlichen Frühstück sattelten wir die Drahtesel und machten uns auf den Weg zur ungarischen Grenze. Auf dem Eurovelo 13 ging es weiter nach Deutschkreutz. Der Weg war zwar schön anzusehen mit seinen Weinbergen und hübschen Aussichten, machte uns aber aufgrund seiner wiederholten plötzlichen Steigungen und des schwülen Wetters durchaus zu schaffen. So waren wir froh, dass diese Tagesetappe um einiges kürzer war als die vorherige. Von Deutschkreutz war es nicht mehr weit bis Nikitsch, wo wir bereits am frühen Nachmittag das Hofkollektiv Mühle Nikitsch erreichten. Am Abend stießen unsere Freunde von System Change not Climate Change dazu, mit denen wir gemeinsam über das vergangene 2. österreichische Klimacamp reflektierten.